ZEITGENÖSSISCHE KUNST




Gisela Jäckle
Schwingungsfelder

Materialbilder, Skulptur, Zeichnung





INFO




Gisela Jäckle
geboren 1955 in Ulm
lebt und arbeitet in Ulm

Gisela Jäckles Arbeiten sind äußerst vielseitig. Neben Steinskulpturen arbeitet sie mit verschiedensten Materialien wie Kupfer und Kohle.
Es entstehen Objekte, Zeichnungen und Rauminstallationen.
Das Material aus dem die Künstlerin ihre Steinskulpturen entwickelt, besteht aus unterschiedlichsten Steinarten.
Die Suche nach dem geeigneten Material ist Teil ihrer Arbeit. Sie sucht vergessene Orte auf wie Abraumlandschaften, stillgelegte Steinbrüche oder Schrotthalden.
Die jeweiligen Charaktereigenschaften des Materials ihre Oberflächen oder ihre Farbigkeit sind Bestandteile der Form und deren besondere Energie kann im Werk von Gisela Jäckle wiederentdeckt werden.
Der Eingriff und die Bearbeitung des Materials sind zurückhaltend, reduziert.
Das Material ist so nicht nur Träger des Motivs, sondern ist selbst konstituierendes Moment.
Der Stein bleibt in ihren Skulpturen mit nur wenigen Eingriffen oft fast so, wie sie ihn gefunden hat.
In der Zusammenstellung und Darbietung der Materialien und in ihrer Kombination im Raum zeigt sich dem Betrachter die Einzigartigkeit und lässt viel Chance zur eigenen Einordnung.
Nichts ist in diesen Arbeiten dramatisch, man kann sogar von der Kargheit der kleinen Gesten sprechen, die den Betrachter in hellhörige Aufmerksamkeit für das Scheinbar Unscheinbare im scheinbar Reglosen versetzen.

Florian Stegmaier schreibt in einem Text zu Gisela Jäckle:
Die Auswahl der Materialien führt zur Assoziation "Wärme", Basalt und Granit sind vulkanischen Ursprungs, Kohle von Menschen als Energiespender genutzt, oder Kupfer, ein Wärme- und Elektrizitätsleiter.
Aber diese kopfgesteuerte Einordnung ist nur oberflächlich, der Betrachter wird in der Begegnung mit Gisela Jäckles Werk ein innerlich zu erlebendes Kraftfeld erspüren, ihn in die Welt der Intuition führen.
Wir sehen verdichtete Kupferkissen, gelegte Steinwege oder elementare Steinkörper. Ebenso ist das zeichnerische Werk Kommentar zu den Plastiken von großer Eigenständigkeit und Klarheit.
Viele Arbeiten von Gisela Jäckle wirken fragmentarisch und fordern den Betrachter zum Weiterdenken, gedanklichen Vervollständigen oder auch zum Gegenbild erzeugen auf.

Lassen Sie sich ein auf diese spannende herausfordernde Begegnung.



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