ZEITGENÖSSISCHE KUNST




Werner Pokorny

Zeichnungen und Objekte


„Fenster 2013, X“
Khaja, schwarz gebrannt
145 * 80 * 12 cm




INFO




Das Bildvokabular des Bildhauers Werner Pokorny ist so eingänglich wie komplex. Es kreist in erster Linie um das Haus als Symbol der menschlichen Existenz, in extremer Zuspitzung sogar als Chiffre für das „Ich“. Das Haus steht für Schutz, Behaustheit, Bewahrung, kann aber auch ins Gegenteil des Eingesperrtseins und der Beengung weisen. In der formalen Auseinandersetzung hebt Pokorny, emeritierter Professor für Bildhauerei, die Statik und Stabilität des Hauses auf und macht damit - auf der interpretatorischen Seite - das Ich zum schicksalhaft ausgelieferten Subjekt, zugleich zum Spielmodul einer Versuchsanordnung. 

Werner Pokorny
1949 geboren in Mosbach
1971–76 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Baschang, Kalinowski und Neusel
1974–76 Studium der Kunstgeschichte und der Kunstwissenschaft an der Universität Karlsruhe
1988 Gastaufenthalt Villa Romana, Florenz
1989 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg
1989–90 Gastprofessur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe
1998 Berufung auf eine Professur für allgemeine künstlerische Ausbildung,
Schwerpunkt Bildhauerei, an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
2006 Teilnahme am Busan Sculpture Project, Biennale Busan, Südkorea
seit 2007 Vorsitzender des Künstlerbundes Baden-Württemberg
2013 Hans-Thoma-Preis, Staatspreis des Landes Baden-Württemberg



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