ZEITGENÖSSISCHE KUNST




Jörg Bach
Skulpturen







Seelenverkäufer, 2014 Corten Lack


Elly Weiblen
Malerei







Schwarz inmitten, 2014, Eitempera Holz




INFO


Jörg Bach
1964 In Wolgast geboren
1983-1986 Praktikum bei Bildhauer Roland Martin
1986-1991 Studium der freien Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste
Karlsruhe bei Prof. Walter M. Förderer und Prof. Hiromi Akiyama
1988-2001 Künstlerische Lehrtätigkeit an der Städt. Jugendkunstschule Tuttlingen
Mitglied im Künstlerbund Baden-Württemberg
Mitglied der Neue Gruppe München
Lebt und arbeitet in Mühlheim/Donau.
Machtspiele und Spielverderber

Die Objekte von Jörg Bach scheinen untereinander zu kommunizieren. Ihre Botschaften sind in ihren Abweichungen vom Gegenüber, in parallelen und gegenläufigen Bewegungen ablesbar. Wenn man mit seinen Augen auf den stets gekurvten Bahnen der Objekte auf Wanderschaft geht und Orientierung in dem oft dichten und verschlungenen Ineinander sucht, kommt es zu einer intensiven Zwiesprache zwischen betrachtendem Subjekt und betrachtetem Objekt, das die lebewesenähnliche Rolle eines Gegenübers einnimmt. Indem wir es visuell, gedanklich und emotional zu erfassen suchen, werden wir mit allen Sinnen gefordert. Wir sind gezwungen, das Repertoire unserer eigenen Erfahrungen im Bereich des Wahrnehmens, Denkens und Fühlens abzufragen und unseren Standort zuüberprüfen…
Anna-Maria Ehrmann-Schindlbeck


Elly Weiblen
1970-1976 Studium der Malerei u. der Bildhauerei, Staatl.Akademie d. Bildenden Künste Stuttgart
1984-1988 Studium der Malerei bei H.Schubert, ebenda
2012, 2014, 2015 ein- zweimonatige Arbeitsaufenthalte in Paris,Parrainage der Stadt Paris
seit 1997 Mitglied im Künstlerbund Baden-Württemberg
lebt in Korb / Atelier in Kernen
zahlreiche Einzelausstellungen u. Ausstellungsbeteiligungen
www.ellyweiblen.de
Die in der Vorstellung erst noch immaterielle Farbe und Form kristallisiert sich bei Elly Weiblen zur eigenen Bildgestalt erst im malerischen Tun. Gegenläufig ist die Konkretion aber im nächsten Augenblick auch schon wieder aufgehoben. Ihre Arbeiten erwecken nämlich gleichzeitig sowohl den Eindruck völlig abstrakter Kompositionen, als sie auch durchaus wie der Natur abgesehene Phänomene empfunden werden können. Einmal sind sie damit also schlicht Farbe, Fleck, geballte Konzentration im weit ausschwingenden Raum oder pastose Tropfenspur gegen licht flächiges Schimmern. Ein anderes Mal breitet sich - ein und dasselbe Werk betrachtend - vor uns ein wogendes Blütenmeer in Gärten aus, ein ( farb)frugales Festmahl, das wir Stück für Stück nicht nur en detail zu bezeichnen können glauben, sondern zu riechen und zu schmecken vermeinen, um den Farben die ihnen eigenen Gegenstände endlich abzulauschen.
Clemens Ottnad

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