ZEITGENÖSSISCHE KUNST




Peter Vogel
Licht-Klang-Bewegung




Große Trommel 2000, 113 cm hoch
7 Magnete. 1 Motor, Steuerpult mit 8 Photozellen




INFO







Die aus elektronischen Bauteilen bestehenden Skulpturen, Wandobjekte und Installationen rea-gieren auf Bewegungen und Schallimpulse des Betrachters. Er wird aus seiner Passivität her-ausgelockt und wird zum Mitspieler mit Systemen, die mit Bewegung, Klang oder Licht seine Aktionen beantworten.

Die stattfindenden interaktiven Prozesse sind ästhetische Vorgänge, wie das Hören von Musik oder das Betrachten von Bildern, deren "Inhalt" sich nur dem zunächst neugierigen, dann explorierenden Betrachter erschließt. Findet bei der Betrachtung von Bildern die Bewegung im Kopf statt, so ist hier zusätzlich physische Bewegung notwendig. Nach Jean Jacques Rousseau ist es "die Bewegung, durch die wir lernen, dass es Dinge außer uns gibt, und es ist nur unsere eigene Bewegung, durch die wir uns die Idee des Raumes erwerben. Die ersten Lehrer der Philosophie sind unsere Füße, Hände und Augen".

Zusätzlich werden Partituren von Peter Vogel ausgestellt.

Peter Vogel studierte Physik und entwickelte medizinische Geräte. Von 1965 bis 1975 war er in der Gehirnforschung bei Hoffmann-La Roche in Basel tätig. Besonderes Interesse hatte er an kybernetischen Modellen der Neurophysiologie und Psychologie. 1969 schuf er seine ersten Experimente mit Kybernetischen Plastiken. Mit seiner ersten Ausstellung in Freiburg 1971 wurde Peter Vogel international bekannt. Er erhielt 1996 den Lehrauftrag an der HBK Saarbrücken. Für seine Werke, die er in zahlreichen Ausstellungen zeigte, erhielt Vogel mehrere bedeutende Preise wie 2004 den Reinhold-Schneider-Preis der Stadt Freiburg.






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