ROTTENBURGER KONZERTE




Schumann Quartett

Streichquartett
Erik Schumann
- Violine
Ken Schumann - Violine
Liisa Randalu - Viola
Mark Schumann - Violoncello





Hinrich Alpers - Klavier





PROGRAMM





Engelbert Humperdinck


Streichquartett C-Dur


György Kurtag


Mikroludien op. 13


Alexander Skrjabin


Klaviersonate Nr. 10 op. 70


Engelbert Humperdinck


Klavierquintett G-Dur


INFO

Das Schumann Quartett ist dort angekommen, wo alles möglich ist, weil man auf Sicherheiten verzichtet. Das schließt auch das Publikum mit ein, dass sich Abend für Abend auf alles gefasst machen muss: „So wirklich entwickelt sich ein Werk nur live“, sagen sie, „das ist ‚the real thing’, weil wir vorher selbst nie wissen, was passiert. Spätestens auf der Bühne fällt jede Imitation weg, man wird automatisch ehrlich zu sich selbst.
Dann kann man in der Musik eine Verbindung mit dem Publikum herstellen, kommunizieren.“ Die Live-Situation wird in naher Zukunft noch weiter aufgeladen: Sabine Meyer, Menahem Pressler, Andreas Ottensamer und Anna Lucia Richter zählen zu den aktuellen Partnern der Vier. Ein Highlight der 19/20 Saison ist weiterhin die bereits im Dezember 2016 begonnene, drei Jahre währende Residenz bei der Chamber Music Society des Lincoln Centers, in New York City.
Des Weiteren wird das Quartett zweimal in den USA auf Tour gehen, zu Gast bei Festivals in Deutschland, Frankreich, in der Schweiz und den Niederlanden sein und Konzerte in den großen Musikmetropolen München, Hamburg, London, Berlin und Madrid spielen. Sie sind Teil der Opernproduktion „Inferno“ der Oper Frankfurt und freuen sich auf ihre alljährlichen zwei Konzerte im Rahmen ihrer langjährigen Residenz im Robert-Schumann-Saal in Düsseldorf.
Seit ihrer frühesten Kindheit spielen die drei Brüder Mark, Erik und Ken Schumann zusammen.
2012 ist die in Tallinn geborene und in Karlsruhe aufgewachsene Liisa Randalu als Bratschistin dazu gekommen. Immer wieder bemerken Außenstehende, wie stark die Bindung zwischen ihnen ist. Die Vier genießen die nonverbale Kommunikation, „ein Blick, und ich weiß, wie er/sie die Musik in dem Moment spielen möchte“. Unterschiedliche Persönlichkeiten treten deutlicher hervor, gleichzeitig entsteht in jedem musikalischen Werk ein gemeinsamer Raum, findet eine geistige Metamorphose statt. Vielleicht sind diese Offenheit und Neugierde die entscheidenden Einflüsse von Lehrern wie Eberhard Feltz, dem Alban Berg Quartett oder Partnern wie Menahem Pressler.
Lehrer, musikalische Partner, Preise, Veröffentlichungen – gerne werden Stufen konstruiert um herzuleiten, warum viele das Schumann Quartett heute zu den besten überhaupt zählen.
Die Vier fassen solche Daten eher als Begegnungen auf, als Bestätigung für ihren Weg. Sie empfinden die musikalische Entwicklung der letzten zwei Jahre als Quantensprung. „Wir haben Lust darauf, es bis zum Äußersten zu treiben, zu probieren, wie die Spannung und unsere gemeinsame Spontaneität trägt", sagt Ken Schumann, der mittlere der drei Schumann Brüder. Versuche, ihnen einen Klang, eine Position, eine Spielweise zuzuordnen, hebeln sie charmant aus, lassen allein die Konzerte für sich sprechen. Und Kritiker geben ihnen recht: „Feuer und Energie.
Das Schumann Quartett spielt umwerfend gut [...] zweifellos eine der allerbesten Formationen der jetzigen Quartettblüte,
[…] blitzende Virtuosität und Überraschungsbereitschaft“ (Harald Eggebrecht in der SZ). Ausreichend Raum für nächste Abenteuer, also.
Zitate aus einem Gespräch mit den Redakteuren des Online-Klassikmagazins VAN (van-magazin.de).

Hinrich Alpers
“… ein Musiker allerhöchsten Ranges. Merken Sie sich diesen Namen: Hinrich Alpers” (The New York Sun)
Mit fesselndem, doch niemals vordergründigem Klavierspiel bestätigt der vielfach preisgekrönte Pianist Hinrich Alpers stets die Einschätzung des New Yorker Kritikers nach seinem Debut in der New Yorker Carnegie Hall. Hinrich Alpers war als Solist und Kammermusiker zu Gast in der Berliner Philharmonie, der Suntory Hall Tokyo, im Münchener Gasteig, beim Beethovenfest Bonn und dem Klavier-Festival Ruhr. Unter zahlreichen Preisen treten der 1. Preis des 3rd International Telekom Beethoven Competition Bonn und der 2. Preis des Honens Competition in Calgary (Kanada) besonders hervor.
Sein Repertoire umfasst das gesamte Klavierwerk von Ludwig van Beethoven, Robert Schumann und Maurice Ravel (letzteres liegt als Gesamteinspielung beim Label honens vor) sowie sämtliche Klavierkonzerte von Sergej Rachmaninoff. Doch gilt sein besonderes Interesse auch Werken, die eher ein Nischendasein im Repertoire führen. So beschäftigte er sich intensiv mit der Zweiten Wiener Schule (Schönberg, Berg, Webern), lernte anlässlich des 100. Geburtstages des Komponisten die monumentalen „Sonatas and Interludes“ für präpariertes Klavier von John Cage auswendig und bringt regelmäßig Werke zur Uraufführung.
In der Saison 2018/19 gab er sein Debut in der Suntory Hall Tokyo mit dem Tokyo Symphony Orchestra und Brahms’ 2. Klavierkonzert unter Jonathan Nott. Er war weiterhin zu Gast in Kanada, Kolumbien, Polen, Vietnam und bei den Münchener Symphonikern.
Zum Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 wird seine der Einspielung der neun Symphonien Ludwig van Beethovens in den Klaviertranskriptionen Franz Liszts unter Mitwirkung des RIAS-Kammerchores und den Solisten Christina Landshamer, Daniela Denschlag, André Khamasmie und Hanno Müller-Brachmann bei SONY Classical veröffentlicht. Schon sein langjähriges Herzensprojekt wurde 2017 bei der SONY Wirklichkeit und 2018 mit einem der ersten “OPUS Klassik” Preise (als Nachfolger des “ECHO Klassik”) ausgezeichnet: eine Gesamteinspielung der Lieder und Kammermusik des im Ersten Weltkrieg jung verstorbenen Rudi Stephan, gemeinsam mit befreundeten Kammermusikpartnern wie dem Kuss Quartett, Hanno Müller-Brachmann und Nabil Shehata.
Im Jahr 2010 gründete er in seiner Heimatstadt Uelzen die „Summer Academy of Music“, ein Festival aus Meisterkursen und Konzerten, welches jährlich 30 Musiker aus aller Welt mit herausragenden Pädagogen, Kammermusikpartnern und -orchestern zusammenbringt und seit Gründung der „Winter Academy of Music“ ganzjährig aktiv ist. Darüberhinaus ist er Künstlerischer Berater des Ottawa Chamber Music Festival.
Hinrich Alpers studierte in Hannover und New York bei Bernd Goetzke und Jerome Lowenthal. Er unterrichtete an der Musikhochschule Hannover und an den drei Hochschulen seiner Wahlheimat Berlin – der Universität der Künste, der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” und der Barenboim-Said Akademie. Er ist Steinway Künstler und begeistert sich neben Musik zwischen Renaissance und Jazz für Kochkunst und Naturwissenschaften.




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