JAZZ



Jakob Bro Trio

Jakob Bro
, git
Thomas Morgan, b
Joey Baron, dr











INFO






Der dänische Jazzgitarrist Jakob Bro lässt sich und seiner Musik gerne Zeit. Viel Zeit. Mit viel Hall tupft er sparsam Töne in den Raum, wo sie langsam verschwimmen und erst im Zusammenspiel mit verblassenden Klängen ihre volle Wirkung entfalten. Diese musikalischen Kunstwerke sind live im Pfleghof zu hören, aber auch auf dem aktuellen Album „Streams“ zu finden, das 2016 auf dem Münchner Label ECM erschien. Bro bevorzugt die kleine Trio Besetzung und das leise Spiel.

Sein langjähriger Bassist Thomas Morgan ist es auch, der Bros minimalistische, dabei hochmelodiöse Kompositionen mit seinem warmen Spiel verwebt.

Als Dritter im Bunde fungiert der Drummer Joey Baron. Der erfahrene Begleiter von Jazzgitarrengrößen wie John Abercrombie, Jim Hall und Bill Frisell erweist sich als Glücksfall. Meist mit Schlagzeugbesen, oft auch nur mit bloßen Händen bringt Baron das Drumset zum Singen.
Zwar bevorzugt Bro für seine oft schwebend wirkende Musik einen klaren, lange anhaltenden, mit diversen Effekten angereicherten Gitarrenton, wenn er aber schnellere Stücke anstimmt, kommt eine andere, knochentrockene Stimme hinzu. Mit unberechenbaren Phrasierungen entgeht er Klischees und erinnert am ehesten an das eigenwillige Spiel von Hubert Sumlin, dem einstigem Gitarristen der Blues Legende Howlin‘ Wolf. In Uptempo-Stücken ist der Däne ein Meister dahinperlender Phrasen, eingängig, aber nie kitschig. Schönheit, sie kommt bei Jakob Bro auf leisen Sohlen.

(Initiative Jazz Braunschweig e.V.)


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