ROTTENBURGER KONZERTE




Horntrio
Laurent Albrecht Breuninger
, Violine
Sibylle Mahni, Horn
Thomas Duis, Piano






PROGRAMM





György Ligeti (1923-2006)


Horntrio


César Franck (1822-1890)


Sonate A-Dur für Violine u. Klavier


Johannes Brahms (1833- 1897)


Trio Es-Dur für Horn, Violine und Klavier, op. 40


INFO
HORNTRIO
Eine seltene Besetzung: Laurent Albrecht Breuninger, Sibylle Mahni und Thomas Duis haben sich für ein spannendes Violine- Horn-Klavier-Trio zusammengeschlossen.
Laurent Albrecht Breuninger erhielt 1997 den 2. Preis beim renommierten Brüsseler Concours Reine Elisabeth – ein Erfolg, der noch keinem deutschen Geiger gelungen ist.
Auch Hornistin Sibylle Mahni erzielte große Wettbewerbserfolge, darunter beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München.
Thomas Duis erhielt den ersten Klavierunterricht mit fünf Jahren, heute führt ihn eine rege Konzerttätigkeit durch die ganze Welt. Alle drei Musiker sind Professoren an deutschen Musikhochschulen.

György Ligeti
(1923-2006) Horntrio
Das berühmteste Werk für die ungewöhnliche Instrumentierung ist zweifellos Brahms Trio op. 40. Und genau dieses Stück regte Ligeti zu seiner Komposition an. Sein Horntrio entstand 1982 anlässlich des 150. Geburtstags von Brahms. Manche Kritiker sahen es als Verrat an der Avantgarde, dass sich Ligeti, der in den 1960er Jahren durch neuartige Klangflächenkompositionen berühmt geworden war, auf Musik der Vergangenheit bezog, und dann noch auf einen so traditionsbewussten Komponisten wie Brahms. Ligeti gab gerne zu, dass das Horntrio ein konservatives Stück sei, erklärte aber, es habe ihm Wege eröffnet, die wieder zu durchaus innovativen Kompositionen führten. Und wenn etwas an seinem Trio an Brahms erinnere, dann wohl die ironische Distanz zur eigenen konservativen Haltung.

César Franck (1822-1890) Sonate A-Dur für Violine u. Klavier
César Franck (auch „der französische Brahms“ genannt) trat als musikalisches Wunderkind am Klavier auf. Später studierte er am Pariser Conservatoire und wirkte als Lehrer und Organist. Die Violinsonate komponierte er im Jahr 1886 und schenkte sie dem berühmten belgischen Geiger Eugène Ysaye zur Hochzeit. Ein Leitmotiv zieht sich, natürlich auch verwandelt, durch alle vier Sätze. Die Sonate ist getragen von glühend romantischem Ton mit weit gespannten Linien, vollgriffigen Akkorden und großen Steigerungen.

Johannes Brahms (1833- 1897) Trio Es-Dur für Horn, Violine und Klavier, op. 40
Umgeben von Natur, im sommerlichen Lichtenthal bei Baden-Baden, schreibt Johannes Brahms 1865 seine Komposition. Sein Horntrio ist komponierte Erinnerung, ein musikalisches Requiem. Im Februar des Jahres 1865 starb Brahms‘ Mutter – ein Ereignis, das nicht nur in der „musikalischen Trauerarbeit“ des Horntrios seinen Nachhall fand, sondern auch im 1866 komponierten „Deutschen Requiem“. Heute ist das Werk ein Juwel im Repertoire und für jeden Hornisten ein Paradestück. Das Horntrio wurde am 28. November 1865 in Zürich uraufgeführt – der Komponist saß selbst am Klavier. Es ist ein Werk, das die üblichen Erwartungen nicht erfüllt.





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