MATINEE




Uli Johannes Kieckbusch, Klavier
Günter „Baby“ Sommer,
Schlagzeug

Improvisationen und Kompositionen




Foto: © Uli Johannes Kieckbusch




INFO







Uli Johannes Kieckbusch
ist vor allem Komponist aber auch ein kreativer und vielseitiger Musiker. Nach seinem Musikstudium begann er seine Karriere als Pianist und Klarinettist, doch hat er sich im Laufe der Jahre zu einem Multi-Instrumentalisten entwickelt. Wie schon zu Beginn seiner musikalischen Reise befasst er sich sowohl mit komponierter als auch mit improvisierter Musik. Neben durchkomponierten Werken schreibt er Stücke, die den Spielern viele Freiräume für Improvisationen lassen.
Daneben stehen Improvisationskonzerte, in denen sich die Musik ohne irgendwelche Absprachen entwickelt. Hier ist vor allem seine langjährige Zusammenarbeit mit dem Berliner Pianisten Bernhard Arndt zu nennen sowie die Trioarbeit mit dem New Yorker Flötisten Robert Dick und dem Schweizer Cellisten Alfred Zimmerlin. In den Ensembles „Raw & cooked“ mit dem Saxophonisten Jürg Solothurnmann und dem Schlagzeuger Christian Wolfarth und „Kiecktett“ (verschiedene Besetzungen) ging es um die Verbindung von Komposition und Improvisation.

Günter „Baby“ Sommer
ist einer der bedeutendsten Vertreter des zeitgenössischen europäischen Jazz, welcher mit einem hoch individualisierten Schlaginstrumentarium zugleich eine unverwechselbare musikalische Sprache entwickelt hat. Sommer wurde 1943 in Dresden geboren. Von 1962 bis 1966 studierte er an der Hochschule für Musik ,Carl Maria von Weber‘ Dresden, der Abteilung ,Tanz- und Unterhaltungsmusik‘, einer der ersten Jazzabteilungen einer deutschen Musikhochschule. Bald war Sommer einer der begehrtesten Spielpartner für alle wichtigen Musiker der europäischen Avantgarde des Freien Jazz.
Außergewöhnlich ist die Arbeit nicht nur mit dem Organisten Hans- Günther Wauer, sondern auch das reiche Werk mit Schriftstellern. Seit 1985 begleitete Sommer den Nobelpreisträger Günter Grass, aber auch Christa Wolf, Christoph Hein und den Schauspieler Friedrich-Wilhelm Junge. Seit 1995 lehrte Sommer als Professor an der Hochschule für Musik ,Carl Maria von Weber‘ in Dresden.
Unter dem Titel „Baby Sommer XXL“ hat Oliver Schwerdt sowohl Sommers durch veröffentlichte Audio-Datenträger dokumentiertes Werk als auch das von ihm genutzte Instrumentarium und die von ihm realisierten Spielweisen wissenschaftlich aufgearbeitet (Kurzfassung: „Von einem der auszog, seinem Schlagzeug das Fahren und Schweben zu lehren“). Biografische Aspekte sind in der zum 70. Geburtstag Sommers herausgegebenen Festschrift „Jubelheft für Baby“ öffentlich lesbar.

Kieckbusch und Sommer spielen seit 15 Jahren in verschiedenen Besetzungen zusammen. Für Aufnahmen im legendären MPS-Studio Villingen sind sie wieder zur ursprünglichen Duo- Besetzung zurückgekehrt. Für diesen Anlass schrieb Uli Johannes Kieckbusch 15 Stücke, eine Auswahl daraus ist kürzlich auf der CD „Schwebende Riefen, bebende Tiefen“ erscheinen.






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