SOMMERNACHTSKLASSIK




Württembergische Philharmonie Reutlingen

Leitung: Anja Bihlmaier
Agata Szymczewska
, Violine







PROGRAMM:





Jean Sibelius

Finlandia op. 26

N.N.



Pause I

* * *

Johannes Brahms

Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 77

Pause II

* * *

Felix Mendelssohn Bartholdy

Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 “Schottische”

N.N.






INFO






Die Württembergische Philharmonie Reutlingen
Die Württembergische Philharmonie Reutlingen (WPR) hat sich seit ihrer Gründung 1945 längst einen Platz auf internationalem Parkett erspielt. Das Orchester nimmt Aufgaben eines Landesorchesters von Baden-Württemberg wahr und repräsentierte beispielsweise bei einer knapp dreiwöchigen Japan-Tournee 2006 das Kulturleben des Bundeslandes als offizieller Botschafter. Aber auch zahlreiche weitere Konzertreisen trugen zum internationalen Renommee bei: Diese führten das Orchester mehrfach nach Spanien, Italien, Österreich, Ungarn oder in die Schweiz, wo es mit Künstlern wie Lang Lang, Edita Gruberova, José Carreras, Ruggero Raimondi, Vesselina Kasarova, Neil Shicoff, Peter Seiffert, Agnes Baltsa, Thomas Hampson oder Ramón Vargas konzertierte. Dabei ist die WPR in den renommiertesten Sälen zu erleben, spielte im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins ebenso wie in der Berliner und Kölner Philharmonie, dem Concertgebouw Amsterdam, dem Großen Festspielhaus Salzburg, dem Festspielhaus Baden-Baden oder der Tonhalle Zürich, den großen Sälen in Tokyo, Mailand, Luzern, Genf oder Bern.
Das Orchester war und ist zudem Gast bei renommierten Festivals wie z.B. den Rotterdamer Opernfestspielen, den Gustav-Mahler-Musikwochen in Toblach und Brixen, dem Ravello-Festival, dem Beethoven-Festival in Warschau, dem Bodensee-Festival, dem Choriner Musiksommer, den Herbstlichen Musiktagen Bad Urach, den Audi-Sommerkonzerten oder beim Internationalen Festival „Rossini in Wildbad“.
Besonders bekannt ist die Württembergische Philharmonie Reutlingen für ihre facettenreiche, lebendige Programmgestaltung. Das Orchester prägt das Kulturleben in seiner Heimatstadt mit unterschiedlichen Konzertreihen und konnte mit Innovationsfreude auch neue Zielgruppen erreichen. So gibt es eine eigene, seit Jahrzehnten etablierte Kaleidoskop-Reihe für Programme außerhalb der großen klassisch-romantischen Orchesterliteratur: Operette, Operngalas, Musical gehören dazu, ebenso wie die Kombination von Orchestermusik mit Stummfilm, Literatur, Zauberei, Tanz oder Pantomime. In den letzten Jahren folgten zudem vermehrt Ausflüge in die Bereiche Latin, Jazz, Pop, HipHop, Chanson, Weltmusik oder gar Rock. Gäste der WPR waren hier Künstler wie Klaus Doldinger, James Morrison, The King’s Singers, Dominique Horwitz, Till Brönner, Charles Brauer, Roby Lakatos, Burhan Öcal und viele andere. In speziellen FOKUS-Veranstaltungen hat sich das Orchester der Musik der Türkei (2013) und der Musik in der Jüdischen Diaspora (2016) gewidmet.
Die WPR setzt sich intensiv für den Hörernachwuchs ein und veranstaltet in Reutlingen jährlich über zwanzig Kinder-, Jugend- und Familienkonzerte. 2009 erhielt sie den erstmals verliehenen Bundespreis für Kulturelle Bildung für ein Projekt mit geistig behinderten Künstlern. Für den gleichen Preis war die WPR 2014 abermals nominiert, dann für ein Musiktheater-Projekt mit 250 mitwirkenden (auch komponierenden) Kindern im Rahmen des 62. Deutschen Mozartfests (2013). 2015 richtete die WPR in Kooperation mit der Alzheimer-Gesellschaft zudem eine Konzertreihe für Menschen mit Demenz ein, 2016/17 folgte mit FUGATO ein interkulturelles Musiktheater-Projekt mit Flüchtlingen, das aufgrund der großen Resonanz in 2018 eine Fortsetzung findet.
Zahlreiche CD- und Rundfunkaufnahmen dokumentieren die künstlerische Arbeit der WPR, darunter auch Weltersteinspielungen.
Von 2008 bis 2016 war der Schwede Ola Rudner Chefdirigent, zuvor wirkte als künstlerischer Leiter der japanische Dirigent Norichika Iimori. Mit Beginn der Spielzeit 2017/18 hat der Amerikaner Fawzi Haimor das Amt des WPR-Chefdirigenten übernommen. Stand März 2018


Anja Bihlmaier ist eine der bedeutendsten deutschen Dirigentinnen ihrer Generation. Sowohl im Bereich Oper als auch in der nationalen und internationalen sinfonischen Konzertlandschaft feierte sie in den vergangenen Jahren große Erfolge.
Seit der Spielzeit 2015-2016 ist Anja Bihlmaier 1. Kapellmeisterin und stellvertretende
Generalmusikdirektorin am Staatstheater Kassel. Zuvor war sie 2. Kapellmeisterin an der Staatsoper
Hannover und 2. Kapellmeisterin und Assistentin von Generalmusikdirektor Frank Beermann am Theater Chemnitz.
In der Saison 2017-2018 wird sie unter anderem ihr Debüt an der Volksoper Wien, beim Royal
Stockholm Philharmonic Orchestra, beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, und bei der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken/Kaiserslautern geben. Des Weiteren wird Anja Bihlmaier ihr USA-Debüt beim Toledo Symphony Orchestra geben. Im Sommer 2017 leitete sie die Premiere sowie zahlreiche Vorstellungen von Verdis „Rigoletto" (Regie: Philippe Arlaud) an der Oper im Steinbruch in Österreich.
Die Premiere wurde vom ORF mitgeschnitten und ist auf DVD erschienen.
In der Saison 2017-2018 dirigiert Anja Bihlmaier zudem Orchester wie das Gävle Symphony Orchestra, Jönköping Sinfonietta, Wermland Opera Orchestra, Nordic Chamber Orchestera und das Sønderjylland Symphony Orchestra. Sie kehrt außerdem für Gastdirigate zum Göttinger Symphonie Orchester, dem Turku Symphony Orchestra, dem Orchester des TfN Hildesheim und dem Gothenborg University Orchestra zurück. Am Saarländischen Staatstheater wird sie eine Wiederaufnahme von Puccinis La Bohème dirigieren und am Staatstheater Kassel drei Sinfoniekonzerte und die Premiere von Nicolais „Die lustigen Weiber von Windsor“ leiten. Diese wird von Deutschlandradio Kultur live übertragen.
Die gebürtige Schwäbin studierte Dirigieren bei Scott Sandmeier an der Musikhochschule Freiburg und bei Dennis Russell Davies und Jorge Rotter am Mozarteum in Salzburg. 2005 wurde Anja Bihlmaier in das Dirigentenforum des Deutschen Musikrates aufgenommen. 2006 gewann sie den 3. Preis beim internationalen Dirigierwettbewerb Dimitri Mitroupoulos in Athen.


Agata Szymczewska
Die Siegerin des Internationalen Henryk-Wieniawski-Violinwettbewerbs 2006, Agata Szymczewska, bekam bei diesem Wettbewerb gleichzeitig den Publikumspreis und einige weitere Sonderpreise zugesprochen. Sie erhielt im selben Jahr den London Music Masters Award, der erstmals von einem Komitee aus Mitgliedern des London Philharmonic Orchestra, der Wigmore Hall und des Royal College of Music vergeben wurde. 2009 hatte die Künstlerin ihr Debüt in der Wigmore Hall, dem eine Einladung für ein Konzert 2010 mit dem London Philharmonic Orchestra unter Osmo Vanska in der Royal Festival Hall folgte.
Sie trat in den meisten europäischen Ländern auf, ebenso wie in Israel, Russland, Canada, China, Korea und Japan und musizierte mit Orchestern wie beispielsweise der Sinfonia Varsovia, dem Polnischen Nationalorchester Warschau, dem polnischen Nationalen Radio-Sinfonieorchester, dem Lahti Symphony Orchestra, dem Litauischen Staatlichen Sinfonieorchester Vilnius und dem Russischen Philharmonischen Orchester. Sie arbeitete zusammen mit den Dirigenten Krzysztof Penderecki, Sir Neville Marriner, Andrey Boreyko, Moshe Atzmon, Dmitri Liss, Saulius Sondeckis, Antoni Wit, Maxim Vengerov und Jerzy Maksymiuk. Mit Seiji Ozawa bestritt sie 2005 ferner eine Tournee durch Japan und China als jüngstes Mitglied und Konzertmeisterin des Ongaku-juku Orchestra.
Zudem ist die Geigerin als Kammermusikerin aktiv und nimmt seit 2005 jährlich an der namhaften, von Seiji Ozawa gegründeten International Music Academy Switzerland teil. Zu ihren Kammermusikpartnern gehören Künstler wie Maxim Vengerov, Gidon Kremer, Yuri Bashmet, Martha Argerich und Krystian Zimerman, mit dem sie das Klavierquintett von Grażyna Bacewicz zu dessen 100. Geburtstag aufführte und für die Deutsche Grammophon auf CD einspielte.
Agata Szymczewska spielte zusammen mit Anne-Sophie Mutter und Mutter’s Virtuosi beim Eröffnungskonzert des Krzysztof Penderecki European Centre for Music, bei Tourneen durch Asien, Canada und den USA. Dort gab sie auch ihr Debüt in der Carnegie Hall.
Agata Szymczewska ist Absolventin der Academy of Music in Posen, wo sie bei Professor Bartosz Bryła studiert hatte. Seit 2004 vervollkommnet sie ihre Fähigkeiten im Aufbaustudium bei Professor Krzysztof Wegrzyn an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Seit 2010 lehrt sie zudem an der Musikakademie in Posen und gibt regelmäßig Meisterkurse in Europa und Asien.
Seit der Spielzeit 2014/2015 ist sie ferner Mitglied des renommierten a Szymanowski-Quartetts. Agata Szymczewska spielt eine Violine von Antonio Stradivarius (Cremona, ca. 1680), eine Leihgabe der Deutschen Stiftung Musikleben.




nach oben